Badehaus

Badezusätze mit Kräutern und ätherischen Ölen selber machen

Schon in der Antike wurden wohlriechende Bäder hoch geschätzt. Sie dienten der Erhaltung der Gesundheit, der Jugend und Schönheit, der Pflege der Haut und als Quell neuer Kraft. Die Ägypterinnen ritualisierten den Badekult regelrecht. Den Bädern wurden Duftstoffe zugesetzt und anschließend salbte man Körper und Gesicht mit aromatischen Ölen und Salben.

Die angenehmen Düfte vieler Kräuter und ätherischer Öle eignen sich gut zur Herstellung von Badezusätzen. Ätherische Öle wirken als Badezusatz nicht nur äußerlich. Sie dringen durch die Haut auch ins Innere des Körpers ein. Mit dem Blutkreislauf gelangen die Wirkstoffe unter die Haut und führen zu einer Linderung der Beschwerden, beispielsweise bei Verspannungen. Bäder mit Thymian oder Fichtennadeln wirken antiseptisch auf die Lunge. Si helfen beim lösen von festsitzendem Schleim und fördern den Auswurf.

Ein Bad mit ätherischen Ölen sollte höchstens 39° Grad warm sein und nicht länger als 20 Minuten dauern. Danach legt man eine 30-minütige Ruhephase ein. Das verbessert die Wirkung.

Herstellung von Badeölen und Badezusätzen - grundsätzliche Empfehlungen

Zur Herstellung von Badeölen benötigt man Basisöle. Sie dienen als Trägersubstanz und Emulgator für die ätherischen Öle. Gut geeignet sind

  • Sonnenblumenöl,

  • Olivenöl,

  • Mandelöl,

  • Avocadoöl und

  • Distelöl.

Natürlich kann man auch Sahne, Milch oder Honig verwenden.

Ätherische Öle haben einen sauren pH-Wert. Daher rührt was auch ihre antiseptische Wirkung. Man sollte daher sparsam mit Seife umgehen, weil die Ölen bereits reinigend und schützend auf die Haut wirken.

Bei psychosomatischen Erkrankungen haben Bäder mit Melissenöl, Baldrianöl, und Lavendelöl günstige Einflüsse.

Erfrischendes und belebend wirken Bergamottöl, Pfefferminzöl und Basilikumöl. Für ein erotisch anregendes Bad nimmt man etwas Orangenblütenöl, Kardamom, Ylang Ylang oder Sandelholz.

Um den Duft von Badeölen zu verbessern eignet sich vor allem Bergamottöl, aber auch Orangenöl bzw. Orangenblütenol und Geraniumöl.