Hexenblog

Scharbockskraut BlattScharbockskraut - Rezepte

Die Blätter dürfen nur geerntet werden, bis die Pflanze zu Blühen beginnt. Bitte unbedingt die Hinweise im Beitrag „Scharbockskraut – die Dosis macht das Gift…beachten!

Junge frische Blätter

Die frisch geernteten Blätter des Scharbockskrauts sind essbar – in geringen Mengen. Sie schmecken herb würzig und sind etwas scharf. Sie sind eine leckere Zutat für den Wildkräuter-Salat, eine Kräuter-Suppe, Kräuterquark oder Smoothies. Eine echte kleine Delikatesse stellst du her, indem du etwas kleingehacktes Scharbockskraut leicht gesalzen auf einem Butterbrot anrichtest.

Scharbockskraut-Butter

  • 1 Packung Butter (oder vegane Alternative),
  • 2 Handvoll Scharbockskraut,
  • 1 Zwiebel,
  • 1 gelbe Rübe,
  • 4 EL Tomatenmark.

Zwiebel fein hacken, Möhre fein reiben und mit den anderen gut mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und kalt stellen.

Scharbockskraut-Kapern

2 Handvoll Brutknospen vom Scharbockskraut, ¼ L Essig, 1 TL Zucker oder Honig.

  • Blütenknospen leicht salzen und 1 Tag ziehen lassen.
  • Kapern in kochenden Essig geben, Topf vom Herd nehmen.
  • Scharbockskraut-Kapern mit Schaumkelle herausnehmen, in kleine auskochte Gläser füllen.
  • Mit Essig aufgießen, bis alles mit Flüssigkeit bedeckt ist und gut verschließen.

Scharbockskraut-Tee

8 - 10 Teelöffel getrocknete Scharbockskraut-Blätter mit 1 L kaltem Wasser übergießen, aufkochen, ziehen lassen und abseihen.

Scharbockskraut – Nebenwirkungen vermeiden

Manche Menschen reagieren empfindlich auf den Genuss von Scharbockskraut, beispielsweise mit Übelkeit, Erbrechen und Durchfall oder, beim Kontakt mit der Haut oder der Schleimhaut, mit Juckreiz, Hautausschlag oder Blasenbildung. Du solltest also besser vorher testen, ob du das Scharbockskraut gut verträgst, um unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden: Iss zunächst nur einige wenige junge Blätter der Scharbockskraut-Pflanze pur und achte dabei gut auf den Geschmack. Wenn keine auffälligen Reaktionen auftreten, kannst du das übrige Kraut bedenkenlos verzehren.

ScharbockskrautScharbockskraut – die Dosis macht das Gift...

Das unscheinbare Scharbockskraut (Ficaria verna; Ranunculus ficaria) zaubert schon früh im Jahr gelbe Farbtupfer in die Wiesen, wenn das Gras und alle anderen Blümchen noch im Winterschlaf liegen. „Scharbock“ ist lediglich eine alte Bezeichnung für Skorbut. An der Vitamin-C-Mangelkrankheit litten vor allem die Seefahrer, als die Kartoffel bei uns noch nicht heimisch war. Sie mussten an Bord lange ohne frische Kost auskommen und konnten nur auf getrocknetes Scharbockskraut zurückgreifen. An Land gab es nach den auszehrenden Wintern das junge, frische Scharbockskraut und damit reichlich Vitamin C. Man sammelt die Blätter, bevor das Kraut blüht. Danach entwickelt das Scharbockskraut nämlich zunehmend giftige Stoffe.

Scharbockskraut in der Naturheilkunde

  • Scharbockskraut wirkt vor allem entzündungshemmend und schmerzlindernd.
  • Die frischen jungen Blätter des Scharbockskrauts werden gegen Frühjahrsmüdigkeit und Vitamin-C-Mangel gegessen, zum Beispiel im Salat.
  • Bei Hautleiden und Hautunreinheiten hilft ein Tee aus den getrockneten Blättern des Scharbockskrauts innerlich zum Trinken und äußerlich für Waschungen (auch bei Hämorrhoiden).
  • Ein blutreinigender Tee wird ebenfalls aus den getrockneten Blättern gewonnen.
  • Der Saft der Wurzelknollen des Scharbockskrauts wurde früher als Mittel gegen Feigwarzen verwendet, daher auch der volkstümliche Name „Feigwurz“. Diese Wirkung ist nach heutigen Erkenntnissen widerlegt.

Scharbockskraut - Warnhinweis!

Erwachsene sollten nicht mehr als eine Handvoll Scharbockskraut-Blätter pro Tag verzehren. Die jungen Blätter, vor der Blütezeit geerntet, sind in kleinen Mengen verzehrt unbedenklich. Alle anderen Bestandteile des Scharbockskrauts sind giftig!

Ein vorsichtiger Geschmackstest ist generell ratsam: Schmeckt das Scharbockskraut ranzig, ätzend oder stechend-bitter? Das ist ein Hinweis auf den giftigen Inhaltsstoff Protoanemonin, der sich auch schon vor der Blüte bilden kann. Die Pflanze und ihre Bestandteile dürfen dann nicht roh verzehrt werden!

Es besteht zudem Verwechslungsgefahr mit anderen Hahnenfußgewächsen (Ranunculaceae). Diese können einen wesentlich höheren Anteil an Giftstoffen aufweisen!

Beim Trocknen werden die Giftstoffe in das ungiftige Anemonin umgewandelt. Dann besteht keine Gefahr mehr.

Rhodiola rosea RosenwurzRhodiola rosea - Wirkung und Anwendung

Der griechische Arzt Dioskurides beschreibt das Heilkraut erstmals 77 nach Christus. Carl von Linné verdankt sie ihren Namen Rhodiola rosea, weil sie wie eine Rose duftet. Die traditionelle chinesische Medizin schreibt ihr viele günstige Heilwirkungen zu. In Russland und Skandinavien soll die Rhodiola stark machen gegen das kalte Klima. Sie soll die körperliche Ausdauer und Leistungsfähigkeit steigern und sogar die Langlebigkeit erhöhen. In der Wurzel der Rhodiola rosea sind etwa 140 verschiedene Wirkstoffe enthalten. Die wichtigsten für die Naturheilkunde:

Rosavin entspannend, angsthemmend

Salidrosid

stimulierend

Tyrosol

antioxidans

Rhodiola rosea - das sagt die Wissenschaft

Untersuchungen zeigen: Rhodiola kann die Auswirkungen körperlicher Erschöpfung sehr wirkungsvoll reduzieren. Jedoch ist Rhodiola ist noch zu wenig erforscht. Viele Versprechungen der Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln wie zum Beispiel Behauptungen zur Langlebigkeit sind nicht ausreichend belegt. Auch die europäische Arzneimittelagentur (EMA) kommt zu dem Ergebnis, dass keine ausreichenden Beweise für eine therapeutische Wirksamkeit vorliegen. ABER: Weil die Ergebnisse den Gebrauch in bestimmten Anwendungsgebieten plausibel machen, Rosenwurz in der Naturmedizin seit langem zum Einsatz komme und gravierende Nebenwirkungen fehlen, beurteilt die EMA das Nutzen-Risiko-Verhältnis für die Anwendung zur vorübergehenden Linderung von Stresssymptomen wie Erschöpfung und Schwächegefühl insgesamt positiv.

Rhodiola rosea – Tee und Tinktur selber machen

Für Tees und Tinkturen verwendet man den zerkleinerten und getrockneten Wurzelstock, der intensiv nach Rosen duftet.

Rhodiola rosea – Tee

  • 2 TL Rosenwurz mit heißem Wasser übergießen,

  • 10 Min. ziehen lassen und abseihen.

  • 3 Tassen täglich.

Rhodiola rosea – Tinktur

  • Schraubdeckelglas zur Hälfte mit Rosenwurz füllen,

  • mit hochprozentigem Trinkalkohol vollständig bedecken,

  • Glas verschließen und 4 – 5 Wochen ziehen lassen,

  • abseihen, in Flaschen abfüllen, dunkel stellen.

  • 3 x täglich 10 - 20 Tropfen in einem Glas Wasser.

Oregano kOregano-Öl selber machen

Oregano, der Klassiker aus der mediterranen Küche, fehlt auch bei uns auf keinem Gewürzregal und in keinem Kräutergarten. Oregano-Öl ist dagegen bei uns noch kaum verbreitet. Dabei wird das aus dem Oregano gewonnene ätherische Öl in seiner Heimat am Mittelmeer sehr vielseitig verwendet, zum Beispiel medizinischen Produkten.

Oreganoöl in der Naturheilkunde

Wegen seiner entzündungshemmenden Wirkung wird Oreganoöl bei Infektionen im Bereich des Mundes, des Rachens und der Atemwege, Erkrankungen von Magen und Darm, Hautgeschwüren und schmerzenden Muskeln zur Linderung von Schmerzen verwendet. Außerdem besitzt Oregano starke antiseptische, antioxidative und antibakterielle Eigenschaften. Diese werden schon lange genutzt, um Lebensmittel haltbar zu machen:

Antioxidantien verhindern die Oxidation von Fettsäuren. Oregano sorgt dafür, dass Fleisch nicht so schnell verdirbt. Es verlangsamt auch Reifung und Fäulnisprozess von Früchten. Die antibakterielle Wirkung trägt dazu bei, dass Fleisch länger gelagert werden kann. Oregano-Öl kann als Konservierungsmittel sogar synthetische Antioxidantien ersetzen. Auch bei der Bekämpfung von Schimmelpilzen ist Oreganoöl erfolgreich. Es konnte die Keimung der Schimmelpilzsporen verhindern. Die antimykotische Wirkung ist von Oregano-Öl ist möglicherweise sogar bei der Behandlung von Candidia-Erkrankungen hilfreich. Einige preisen Oregano-Öl auch als wirkungsvolles Antibiotikum, doch wissenschaftlich abgesichert ist das noch noch nicht.

Oregano-Öl selbst herstellen

Oreganoöl besitzt ein kräftiges, würziges, fast kampferartiges Aroma. Es enthält Gerb- und Bitterstoffe, ätherische Öle (Borneol, Thymol, Carvacrol, Crymol etc.) und Fungizide. Es wird industriell vorwiegend aus den blühenden Spitzen des Krauts hergestellt. Diese werden getrocknet und dann per Wasserdampfdestillation verarbeitet.

Du hast Oregano im Garten? Dann kannst du dein Oreganoöl auch sehr einfach selber machen:

Oreganoöl – Rezepturen

  • Oregano gleich nach dem Öffnen der Blüten vollständig (mitsamt Blüten und Stängel) ernten.

  • Oregano-Kraut vollständig austrocknen lassen.

  • Getrocknetes Kraut zerkleinern und in eine Flasche (½ – ¾ Liter) geben.

  • Mit Sonnenblumen-, Oliven- oder Rapsöl auffüllen, bis der Oregano mit Öl bedeckt ist.

  • Flasche luftdicht verschließen, dunkel stellen und 4 Wochen ziehen lassen.

  • Oregano-Öl ein Sieb mit Tuch darin abseihen.

Bei der Anwendung sollte man beachten, dass die Konzentration der Wirkstoffe bei einem selbst hergestellten Produkt von Jahr zu Jahr unterschiedlich sein kann. Sie hängt stark von Klima und Bodenbeschaffenheit ab. Oreganoöl sollte nie pur auftragen werden! Immer vorher mit anderen Ölen (Sonnenblumen-, Oliven- oder Rapsöl) verdünnen (1 Tropfen Oreganoöl: 10 - 20 Tropfen Trägeröl.

Inhalation

10 Tropfen Oreganoöl in heißem Wasser (ca. 80 - 100° C) verdampfen lassen. Reizung der Augen durch Schließen vermeiden!

Oreganoöl – Warnhinweis

Oreganoöl kann auf Haut und Schleimhäute eine stark reizende Wirkung haben. Kleine Kinder und Schwangere sollten damit nicht in Berührung kommen.